Der Schiffsmodellbauclub Ohmbachstausee e.V. ist seit seiner Gründung 1981 aktiv.
 
Unser Ziel ist die Förderung und Pflege des Schiffmodellbaus und die Unterstützung des Modellbauers.
Wir sind der Überzeugung, daß dieses Ziel am besten erreicht werden kann, indem wir den Modellbau in der Region und überregional präsentieren.
Dazu gehören Veranstaltungen, u.a. in Schulen sowie Fahrten zu befreundeten Vereinen.
Unser Hauptinteresse liegt natürlich im Schiffsmodellbau, die Mitglieder des Vereins beschäftigen sich aber auch in den anderen RC-Modellbausparten der Luft- und Land-Fahrzeuge.
 
Wir sind in der Interessen-Gemeinschaft-Schiffsmodellbau Südwest der
IGS-Südwest organisiert.
 
 
Warum gerade Schiffsmodellbau?  
von Hans Scheffler.
 
Was tut ein angehender Rentner, um nach Beendigung seiner kommerziellen Tätigkeit weiter eine interessante und sinvolle Beschäftigung zu finden, die ihn ausfüllt, seine Zeit beansprucht, ihm den Fernseher entbehrlich macht und ihn noch Werte schaffen läßt? Also die Alternative: Hobby statt Kneipe. Hier bietet sich der Modellbau zwingend an, aber was soll man bauen?
 
Die Antwort wird vom eigenen Geschmack und vom Geldbeutel bestimmt. Flugzeugmodelle? Hier ist man größtenteils von der einschlägigen Industrie abhängig, und die hat mittlerweile stolze Preise für ihre Erzeugnisse.
Weiter muß man bedenken: Wenn nach monatelanger Arbeit so ein Modell glücklich vollendet ist und gestartet wird, genügt oft der Ausfall einer komponente oder auch nur eine falsche Reaktion des stolzen (aber ungeübten)Piloten, und sein Vogel landet
"10 cm unter der Grasnabe". Ein teurer Spaß, der manchen Modellbauer schnell resignieren läßt.
 
Anders ergeht es dem Schiffsmodellbauer. Wenn sein Boot einmal streikt, treibt es entweder der Wind an Land, oder ein Freund bugsiert es mit einem anderen Modell zurück. Im schlimmsten Fall holt es der Kapitän selbst mit Badehose wieder an Land.
Das Risiko ist also ungleich geringer! Diese Überlegung gaben für mich den Ausschlag für den Schiffsmodellbau.
Noch etwas: Seit Jahren veröffentlichen Fachzeitschriften Pläne zum Selbstbau von Fahrtenreglern, Rudermaschinen und Zusatzfunktionen wie Schiffssirenen, Spannungsüberwachung der Fahrbatterie, Beleuchtung, Bugstrahlruder und vieles andere, sogar der Selbstbau von Sendern und Emfängern wurde schon beschrieben.
 
Nur sehr wenige Flugmodellbauer machen von diesen Möglichkeiten Gebrauch, weil sie das Ausfallrisiko scheuen. An einem Schiffsmodell riskiert man wenig, wenn einmal etwas nicht funktioniert. Also kann man viel mehr experimentieren und oft billig selbst bauen, wofür man im Laden teueres Geld bezahlen muß. Außerdem ist es viel interessanter als das bloße Zusammensetzen von Fertigteilen. Ein Beispiel: Ein befreundeter Uhrmacher baut alte Wand- und Küchenuhren mit genauen Quarzuhrwerken um. Die ausgebauten mechanischen Uhrwerke waren für ihn nur lästiger Schrott, ein gefundenes fressen für Modellbauer. Ein paar Handgriffe zum Umbau der Untersetzung, ein paar Mikroschalter und schon kann man mit einem Steuerkanal vier oder fünf Funktionen steuern (z. B. Beleuchtung, Positionslichter, Scheinwerfer und Nebelhorn).
 
Mit einem Baukasten habe ich klein angefangen, langsam steigerte sich die handwerklichen Fähigkeiten, das "Gewußt wie" nahm zu, und heute baue ich nur noch Großschiffe nach Original-Werftplänen, die auch auf Ausstellungen wie Dortmund Anklang und Anerkennung finden.

 
 
Hans Scheffler 1999